6 April 2015
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In welcher Stadt hat man die besten Chancen beim MedAT?

In welcher österreichischen Stadt hat man die besten Chancen beim MedAT auf einen Medizinstudienplatz?

Aufgrund der Quoten- bzw. Kontingentregel solltet ihr gut darüber nachdenken an welchem Studienort ihr den MedAT bzw. euer späteres Medizinstudium absolvieren möchtet. In Österreich könnt ihr insgesamt an vier verschiedenen Standorten Humanmedizin studieren: an den medizinischen Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck sowie seit 2014 an der medizinischen Fakultät der JKU Linz. Zahnmedizin könnt ihr hingegen nur in Wien, Graz und Innsbruck studieren.

Die meisten Medizinstudienplätze bietet die medizinische Universität in Wien an. Dort werden warten heuer 660 Humanmedizin- und 80 Zahnmedizinstudienplätze darauf von euch besetzt zu werden. In Graz sind es bereits deutlich weniger. 336 Humanmediziner und 24 Zahnmediziner werden dort 2015 aufgenommen. In Innsbruck werden etwas mehr, nämlich 360 MedAT-BewerberInnen für Human- und 40 für Zahnmedizin zugelassen werden. Linz ist der kleinste Studienstandort. Dort werden derzeit nur 60 Humanmedizinstudienplätze angeboten, wobei sich dies in den nächsten Jahren im Zuge des Ausbaus noch ändern wird.

Allerdings solltet ihr euch nicht davon täuschen lassen, dass ihr dort, wo am meisten Studienplätze verfügbar sind, auch die besten Chancen auf einen Medizinstudienplatz habt. Hintergrund dafür ist die sogenannte Quoten- bzw. Kontingentregelung. Demnach werden 75 % der Studienplätze an BewerberInnen mit österreichischem Reifeprüfungszeugnis vergeben. 20 % der Plätze sind für jene mit einem Reifeprüfungsabschluss aus dem EU-Raum reserviert. Lediglich 5 % sind für jene bestimmt, die ihre Reifeprüfung in einem Nicht-EU-Land bestanden haben.

BewerberInnen mit österreichischer Reifeprüfung hatten 2014 ihre besten Chancen beim MedAT am neuen Studienstandort in Linz und an der MedUni Innsbruck. An dritter Stelle reihte sich die MedUni Graz ein. Am niedrigsten waren die Chancen für österreichische MaturantInnen im vergangenen Jahr in Wien.

Auch für BewerberInnen mit Abschlüssen aus dem EU-Raum galt 2014, dass ihre Chancen beim MedAT an der medizinischen Fakultät in Linz die besten waren. Dahinter reihte sich die MedUni Graz an zweiter Stelle ein und die MedUni Wien landete auf Platz drei. Am schlechtesten fielen die Chancen aufgrund des Zustroms aus Deutschland, wie schon 2013, an der MedUni in Innsbruck aus.

Überlegt euch also gut, an welchem Studienstandort ihr euch bewerbt, denn ein späterer Ortswechsel ist nicht mehr möglich. Allerdings sind die Quoten und die Statistik des vergangenen Jahres auch mit Vorsicht zu genießen, denn wer sich diese Jahr wo bewirbt und wie viel von deinen jeweiligen MitbewerberInnen beim MedAT gewusst wird, kann nicht vorhergesagt werden. Wie gut ihr abschneidet bzw. wie gut eure Chancen stehen hängt nämlich im Wesentlichen davon ab, wer eure MitstreiterInnen sind. Eine gute Vorbereitung auf den MedAT sorgt aber sich dafür, dass ihr den anderen einen entscheidenden Schritt voraus seid!

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